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Anschrift
Gemeinde Ederheim
Ahornweg 1
86739 Ederheim

Telefon
09081/3909
Mobil
0172/5301494
Fax
09081/24297
E-Mail
gemeinde@ederheim.de

Viele Informationen erhalten Sie bei der Arbeitsgemeinschaft Ferienland Donau-Ries (inclusive Unterkunftssuche).

Ederheim

Das Pfarrdorf Ederheim wird erstmals im 8. Jahrhundert im Zusammenhang mit Schenkungen Pippins und Karls des Großen an das Kloster Fulda erwähnt. Von dort wurde es zur Ausstattung des neugegründeten Klosters Solnhofen vergeben. Seit dem 13. Jahrhundert herrschten hier häufig wechselnde Herrschafts- und Besitzverhältnisse. Bei der Belagerung und Schlacht bei Nördlingen wurde der reizvoll südlich des Riesrands im Tal des Retzenbachs gelegene Ort völlig zerstört. Im 18. Jahrhundert kam Ederheim an den Herzog von Württemberg, dann an die Deutschordenskomturei Ellingen und im Jahre 1802 an Bayern. Nach Vertreibung der Juden aus der Reichsstadt Nördlingen siedelte sich nach 1507 dort eine zahlreiche Mitglieder umfassende jüdische Gemeinde an, die bis zur Durchführung der Judenemanzipation im 19. Jahrhundert in Ederheim wohnen blieb. Während der Schlacht bei Nördlingen war auch die Kirche völlig zerstört worden. Auf ihren Resten wurde das heutige Gotteshaus errichtet als eine Saalkirche mit flacher Decke und Emporen im Norden und Westen und rundbogigen Fenstern. Der Turm besteht aus drei quadratischen Unter- und zwei oktogonen Obergeschossen. Er wird durch einen Zwiebelhelm abgeschlossen. Von der alten Ausstattung blieben die Holzfigur des heiligen Veit und die Grabplatte des Edelherrn Nikolaus von Jaxtheim-Pappenheim erhalten.

 

Hürnheim

Am Fuß des durch die Schlacht von 1634 berühmt gewordenen Albuchs liegt das protestantische Kirchdorf Hürnheim, für dessen Namen man bisher nur sehr unsichere Deutungen gefunden hat. Nach einer zeitlich unbestimmten Nachricht hat ein gewisser Wolf dem Kloster Ellwangen Hürnheimer Güter geschenkt; die erste sichere Nachricht findet sich in einer Urkunde des Hochstifts Augsburg, aus der hervorgeht, daß von einem Dekan Bruno durch Rudolf von Hürnheim im Jahre 1153 ein Auhausener Landgut der Kirche des heiligen Veit zu Hürnheim übergeben wurde. Das ohne Zweifel schon sehr alte Geschlecht der Edelherren von Hürnheim hatte auch durch seine reichen Besitzungen sehr viel Ansehen, daß es im Ries an Rang nur den Grafen von Oettingen nachstand. Im Laufe des 13. Jahrhunderts teilte es sich allmählich in die drei Linien Hürnheim-Hochhaus (Wappen: drei Kesselhaken), Hürnheim-Rauhhaus (Wappen: eine Gans) und Hürnheim-Hochaltingen (Wappen: ein Hirschgehörn). Die Herren vom Rauhen Haus verlegten ihren Sitz bald auf das Härtsfeld nach Katzenstein, nach dem sie sich dann auch nannten, und die Herren von Hacheltingen (Hochaltingen) nannten die alte Stammburg, die in ihrem Besitz blieb, zur Unterscheidung vom benachbarten Hochhaus das Niederhaus. Die erste dieser Linien starb schon bald nach 1350 aus, die zweite um 1420, die dritte 1585. Zur dritten Linie gehörten Friedrich, 1268 in Neapel mit dem Hohenstaufen Konradin enthauptet, und Hans, der Fürsprecher Nördlingens im Schmalkaldischen Krieg. Von den Burgen dieses Rittergeschlechts, das in zahlreichen Urkunden vorkommt, ist das Rauhe Haus am waldigen Nordhang des Kartäusertales nur mehr an einigen Bodenerhebungen zu erkennen. Die drei anderen Burgen sind wenigstens noch als Ruinen erhalten, Katzenstein ist nach dem Zweiten Weltkrieg mit interessanten, im Turmuntergeschoß freigelegten Fresken wieder bewohnbar gemacht worden. Das Schloß Hochhaus wurde, nachdem die Grafen von Oettingen im Jahre 1597 die hürnheimischen Güter angekauf hatten, Sitz eines gräflichen Oberamtes und als solches 1719 von Grund auf neu erbaut, 1731 fiel es an die Linie Oettingen-Wallerstein, die ebenfalls ein über 30 Siedlungen gestelltes Oberamt in ihm einrichtete. Dieses wurde nach dem Brand von 1749, der das fünf Gaden (Stockwerke) hohe Schloß samt dem schönen Hauptturm und der Kapelle vernichtete, in den Nebengebäuden untergebracht, 1807 aber infolge der Mediatisierung aufgelöst. Nach einem neuen großen Brand gerieten auch die letzten Reste in Verfall, und nun ist das Ganze nur noch ein ausgedehntes, von Bäumen und Büschen durchwuchertes Trümmerfeld, von dem nur ein Turm und wenige Mauern über den Wald herausragen. Eine sehr malerische Ruine aber bildet noch heute das Stammschloß, das Niederhaus, das mit seinem Bergfried vor dem Hochwald einen steilen, kahlen Hügel krönt und auf zwei Seiten auch noch mit Wällen und Gräben umschlossen ist. Niederhaus wurde 1632 zerstört, und zwar der Überlieferung nach von einer Schwedenschar, der die Besatzung im Vertrauen auf die Festigkeit der Felsenburg die sog. Ritterzehrung verweigert hatte. Im Jahre 1709 wurden die Güter von Niederhaus an die Deutschordenskomturei Ellingen verkauft, und mit dieser fiel die Burg im Anfang des vorigen Jahrhunderts an den Staat Bayern. Das Dorf Hürnheim, das sich am Fuß des ältesten Schlosses gebildet hatte, kam bei der Trennung der Linien zum größten Teil an Hochhaus, so daß bei dem erwähnten Kauf nur sechs Anwesen EIlinger Untertanen wurden. Die Pfarrei, die zum erstenmal in jener Schenkung von 1153 genannt ist, kam unter das Patronat der Herren von Hochhaus und durch dieses 1346 als Schenkung an das Kloster Deggingen, dem sie 1398 vom Augsburger Bischof förmlich einverleibt wurde. Aber im Jahre 1555 wurde Hürnheim durch die protestantische Linie des Hauses Oettingen der Reformation zugeführt, wie auch das Kartäuserkirchlein, in dem der Hürnheimer Pfarrer von Zeit zu Zeit Gottesdienst zu halten hat. Mit der Pfarrei war auch eine vermutlich im 15. Jahrhundert gegründete Kaplanei verbunden. Die einst dem hl. Vitus geweihte Kirche stammt in ihrer Grundanlage wie auch im unteren Teil des Turmes aus dem frühen 15. Jahrhundert. Die in Hürnheim und seiner Nachbarschaft (Christgarten, Karlshof u. a.) wohnenden Katholiken sind teils nach Reimlingen, teils nach Bollstadt eingepfarrt. Zur Gemeinde Hürnheim gehört auch die Einöde Reismühle. Von den Rittern von Hürnheim rühmt Moll (1760), daß sie das Kloster Zimmern (1252?) und das Frauenklösterlein mit dem Spital zu Hochaltingen gestiftet und ein Gut zu Maihingen, die Hölzer Westerhau und Birkenbühl (1354) und noch andere Güter an das Nördlinger Hospital verkauft haben, sowie daß mehrere männliche und weibliche Mitglieder des Geschlechts hohe kirchliche Stellen einnahmen.

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Christgarten


Zu den beliebtesten Ausflugszielen im Landkreis gehört das liebliche Kartäusertal im südwestlichen Ries. Seine Reize lassen sich mit einem Blick überschauen von der Höhe des Vogelsfelsens, der sich über der Stelle erhebt, an der sich das Kösinger und das Aufhausener Tal vereinigen. Prächtige Waldungen, da und dort von einzelnen Felsen unterbrochen, umrahmen das vom klaren Forellenbach durcheilte Wiesental, das sich nach Osten erstreckt; im Hintergrund lässt eine breite Lücke neben den Trümmern des Hochhauses den Blick über das auf einem kahlen Hügel thronende Niederhaus hinweg weit hinausschweifen in das Ostries mit seinen fruchtbaren Gefilden und freundlichen Ortschaften.. In dieser reizenden Umgebung liegt zwischen mehreren neuen durch das ganze Tal verstreuten kleinen Ansiedlungen das alte Kirchlein des ehemaligen Kartäuserklosters Christgarten und das kleine Kirchdorf gleichen Namens. Die Grafen Ludwig und Friedrich von Oettingen stifteten im Jahre 1383 bei einer schon vorhandenen, vielleicht zur Pfarrei Bollstadt gehörenden Peterskapelle das Kartäuserkloster »Unseres Herrgotts Garten«, später "Christgarten" genannt. Das Kloster blühte rasch auf und erwarb Güter, Wälder und Weingärten. In der Reformation trat der letzte Prior zur neuen Lehre über und pastorierte von Hürnheim aus auch Christgarten. Im Schmalkaldischen und im Dreißigjährigen Krieg musste das Kloster schwere Zerstörungen hinnehmen. Im Westfälischen Frieden 1648 wurde es dann endgültig aufgehoben. Heute stehen noch der Mönchschor, Teile des Kapitelsaals und das Laienbrüderhaus, die in den letzten Jahren erneuert wurden. Das Kartäusertal und der fürstliche Wildpark sind beliebte Ausflugsziele.

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Anhausen

Der kleine Weiler Anhausen, jenseits des Forellenbachs am Eingang des Kartäusertals, erscheint urkundlich zum erstenmal im Jahre 1153, als eines seiner Güter in Gegenwart vieler geistlicher und adeliger Zeugen aus dem Ries der Veitskirche zu Hürnheim geschenkt wurde. 1393 verkaufte der Nördlinger Bürger Hans von Hall den Meierhof und die dazugehörigen Sölden - lauter ellwangische Lehen - an die Kartause Christgarten. Kirchlich gehörte Anhausen in seiner katholischen Zeit zur Pfarrei Bollstadt, seit der Reformation zur protestantischen Pfarrei Hürnheim. Im 18. Jahrhundert kam das Hauptgut in Verbindung mit dem Albrechtshof (jetzt Karlshof) durch Kauf an einen General von Elstern, dann an einen brandenburgischen Geheimrat von Schauenfeld, zwei Jahre darauf(1758) an das Ulrichskloster in Augsburg, das ihn später weiterverkaufte.

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Der Geopark Ries, Europas Riesiger Meteoritenkrater - eine galaktische Region

Geopark_riesDer Geopark Ries stellt eine geologische Besonderheit ersten Ranges dar. Bis heute beeinflusst das "Riesereignis" - der Einschlag eines Meteoriten (Asteroiden) vor 14,4 Millionen Jahren - die Region. Der Aufprall eines etwa einen Kilometer großen Steinasteroiden  hinterließ die besondere Natur- und Kulturlandschaft  des Rieses. Das flache, weitgehend unbewaldete Kraterbecken mit seinen 25 km Durchmesser und der bis zu 150 m hohen Kraterrand sind extrem gut in der Landschaft sichtbar. Aus geologischer und geomorphologischer Sicht betrachtet, umfasst der Geopark Ries sowohl das Kraterbecken als auch die so genannten Auswurfmassen, also das Gestein, das beim Aufprall weggeschleudert wurde. Als Beweis für den Einschlag eines Meteoriten zählt der "Schwabenstein" (Suevit) der entstand, als die Glutwolke aus geschmolzenem  Gestein, die beim Einschlag des Asteroiden entstand, über dem Krater zusammenbrach, sich abkühlte, verfestigte und zurück auf die Erde fiel. Diese Einzigartigkeit, die Europas besterforschter  und -erhaltener Meteoritenkrater aufweist, trug der Region im Jahr 2006 das Prädikat "Nationaler  Geopark" ein. Der Geopark Ries beschreibt somit einen naturräumlich, kulturell, historisch, archäologisch und vor allem geologisch interessanten und äußerst vielfaltigen Raum.
Weitere Informationen  zum Geopark Ries finden Sie unter www.geopark-ries.de

Ausflüge, Aktivitäten in Ederheim und Umgebung



Schlösserbesichtigungen im Umkreis von ca. 15 – 20 km:
Wallerstein, Harburg, Schloss Baldern, Kapfenburg mit Internationaler Musikakademie,

Sehenswertes in der Umgebung:
Historische Altstadt Nördlingen · Fürstenstadt Oettingen · Villa Rustica (Funde eines Römischen Gutshofes bei den Ofnethöhlen)

Höhlen:
Hohlensteinhöhle im Stiftungswald, Ofnethöhlen (Eiszeitliche Funde) bei Utzmemmingen / Holheim

Geologische Exkursionen:
Rieskratermuseum Nördlingen – Suevit-Steinbruch an der „Alten Bürg“ u.a. Vorbereitung der Apollo Mission der US Raumfahrtbehörde
 

Sehenswertes und Aktivitäten in Ederheim mit Ortsteilen:
Wildschwein-Freigehege in Christgarten, Klosterkirche Christgarten, Burgruinen Hochhaus- Niederhaus, Albuch Waldlehrpfad, Wandern auf beschilderten Wegen

Grillplätze:
Am Albuch – bei der „Alten Bürg“ mit Abenteuerspielplatz


Sport in Ederheim

Sommer:
Tennis, Kegeln, Tischtennis, Radtouren (Radwege 1 A Anschlussroute Härtsfeld – Ries  36 km und Radweg 5 Anschluss Kartäusertal 21 km) (siehe Freizeittipps Ferienland Donau-Ries), Trimm-Dich-Pfad (Hesselberg – Albuch)

Winter:
Langlauf (gespurte Loipen ab Parkplatz Schweindorf ca. 5 Min. Fahrzeit) , Schlittschuhlaufen (Natureisbahn in Ederheim hinter der Thalmühle und in Hürnheim beim Sport- und Spielplatz),
 


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letzte Aktualisierung:25 August, 2015